unterwegs

Wir sind gerne unterwegs und sehen uns die Welt an.

Hier folgt daher eine [noch zu überarbeitende und ergänzende] Zusammenstellung unserer Reisen und Kurztrips. Vielleicht nimmt der eine oder andere Leser sie ja zum Anlass, das Gute nah sein zu lassen und selber einmal in die Ferne zu schweifen.

Eifel

Der erste Urlaub in diesem Jahr. Und die Vorbereitungen sahen sehr vielversprechend aus. Es wurden Wanderschuhe und ein Rucksack eingepackt, Wanderkarten und Regenjacke, Reiseproviant und Kamera.
Zunächst führte uns die Fahrt nach Bonn, um Frauchens Freundin Antje ein zu sammeln. Dann ging es weiter nach Hillesheim in der Eifel, wo uns im Hotel Augustinerkloster ein geräumiges Doppelzimmer mit allem Schnick und Schnack erwartete.
Während Miele und ich uns von der anstrengenden Fahrt erholten (Staus sind wirklich total ermüdend), mussten Frauchen und Antje ein 3-Gänge-Menü zu sich nehmen. Bedauerlicher Weise ließen sie nichts für ein angemessenes „Doggy Bag“ übrig.
Der nächste Tag versprach ideales Wanderwetter, trocken und einigermaßen sonnig, so dass wir Vier voller Tatendrang zu unserer ersten Rundtour aufbrachen. Startpunkt war Kerpen. Von dort ging es über den Dreimühlenwasserfall und die Nohner Mühle nach Niederehe, vorbei an Loogh und mit einem abenteuerlichen Abstecher in das Innere eines (natürlich nicht mehr aktiven) Vulkans zurück nach Kerpen, wo  uns „Das kleine Landcafé“ wie gerufen kam. 17 km bergauf und bergab, durch Wald und Wiesen, waren wahrlich kein Pappenstiel für uns nicht so sonderlich wandererprobte Städter. Wieder im Hotel angekommen, strecken Miele und ich uns auf dem Bett…ähm, nein, natürlich im Körbchen (!) aus, während Frauchen und Antje im Wellnessbereich beim Schwimmen und ayurvedischer Rückenmassage relaxten.
Tag Zwei startete wettermäßig eher trüb und feucht. Doch dies sollte uns nicht davon abhalten, uns nach Gerolstein fahren zu lassen, um auf dem Eifelsteig zurück nach Hillesheim zu wandern. Von so einem bisschen Regen wollten wir uns nicht einschüchtern lassen! (Wobei ich ja sagen muss, dass ich Wasser von oben eigentlich überhaupt nicht ausstehen kann, doch letztendlich wurde ich ja nicht gefragt. *grummel*) Zu meinem Glück hörte der Regen im Laufe des Tages auf, und die 15 km zum Hotel gingen dann doch recht leicht von der Pfote, wahrscheinlich auch dank der Einkehr im Café „Am alten Backhaus“ in Bolsdorf.
Die für den dritten Tag geplante Wanderung um die Dauner Maare fiel allerdings buchstäblich ins Wasser, denn es goss und fing schließlich auch noch an zu hageln! Nein, bei aller Liebe zur Bewegung per pedes, aber da habe ich gestreikt! Zu meinem Glück wurde dieser Streik vom Rest unserer Wandergesellschaft unterstützt, so dass wir nach der Hälfte der Strecke um den Schalkenmehrener Maar umkehrten. Um den Tag allerdings nicht gänzlich ungenutzt zu lassen, fuhren wir noch zum Kloster Maria Laach und anschließend zurück nach Bonn, wo wir uns von Antje verabschieden mussten und die Wanderstiefel bis zum Ende unseres Urlaubs an den Nagel hängten bzw. im Kofferraum verstauten.

Dänemark

Wir waren im Urlaub. Eine Woche dänische Nordseeküste, in der Nähe von Hvide Sande in der Region Holmsland Klit. Jeden Tag Strand, Strand und noch mal Strand. Links die Dünen. Rechts das Meer. Oder anders herum, je nachdem, für welche Richtung wir uns beim Erreichen des Strandes entschieden hatten. Der Wind wehte uns kräftig um die Ohren und Nasen, hin und wieder regnete es auch. Aber davon bekamen wir nicht allzu viel mit, da wir es uns da schon längst wieder in unserem kuscheligen Ferienhaus vor dem bullernden Kaminofen gemütlich gemacht hatten. Eine Woche war leider viel zu kurz. Aber wie heißt es so schön? Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!

Müritz

Kurzurlaub auf dem Gutshof Woldzegarten an der Müritz (oder zumindest in der Nähe) in Mecklenburg-Vorpommern.

Frauchen meinte, es wäre sehr erholsam gewesen (sie verschwand zwischendurch mal zu irgendetwas, dass sich „Hot Stone Massage“ nannte….), wobei ihrer Meinung nach das Wetter hätte trockener und wärmer sein können. Idealere Reisezeit für diese Gegend ist wohl doch eher im späten Frühling und Sommer. Irgendwie wirkte alles noch ein wenig wie im Winterschlaf.
Andererseits hatten wir so die urigen Alleen fast für uns allein – abgesehen von den unglaublich zahlreichen Graureihern, Schwänen und anderen Zugvogelviechern. Im Sommer wird man sie wohl mit Radfahrern, Wanderern und Reitern teilen müssen.

Harz

Frauchen hatte einen ganz annehmbaren Campingplatz ausgemacht, das Camping- und Freizeitzentrum Wolfstein und uns für unser Lager auch schon einen günstig gelegenen Platz ausgekundschaftet, nämlich gleich neben einer großen Wiese, damit wir uns schnell mal vom Gelände machen können würden.Freitag Mittag ging es los. Das Auto war rappelvoll mit allem möglichen Zeug, um uns das Zelten so komfortabel wie möglich zu machen. Immerhin zelten wir ja höchstens 1x im Jahr, da darf es schon ein bisschen bequemer sein. 

Der nächste Tag brachte uns eine Wanderung durch’s Ilsental, die in vielerlei Hinsicht durchaus als aufregend bezeichnet werden kann. Da war das Stöckchen in Kirstens Hand, das zu meinem völligen Unverständnis nicht geworfen werden sollte. Und die spontane Meinungsverschiedenheit zwischen Pelle und Spike („Wer ist der Schönste im ganzen Land“ oder so), die mit einem unfreiwilligen Bad in der kühlen Ilse endete. Sebastian, unser Quotenmann, gesellte sich dann noch zu ihnen.
Außerdem musste man ständig Augen und Ohren offen halten, um nicht von einem der wilden Berg- und Talradler über den Haufen gefahren zu werden.
Nach einer kurzen Rast im Gasthof an der Plesseburg ging es über Stock und Stein wieder bergab. Herrlich erfrischend, dass man nebenbei immer mal seine Pfoten in die Ilse halten konnte. Die Aussicht in die Landschaft und zum Brocken soll auch sehr schön gewesen sein. Hat mich aber nicht so sehr interessiert. Als Hund hat man ja Wichtigeres zu tun als die Umgegung zu bestaunen.
Als wenn das nicht genug Programm gewesen wäre, wurde noch ein Abstecher nach Drübeck und ins dortige Kloster gemacht. Wie gut, dass man uns dabei hatte, denn unser unvergleichlicher Charme machte es möglich, dass mensch sich auch noch nach Geschäftsschluss im klostereigenen Café bei Getränken und Torten stärken konnte. Uns versüßte den Aufenthalt die Anwesenheit einiger Schafe. Allerdings beeinträchtigte ein Drahtzaun den freien Blick (und Zugriff) auf die Wolltiere.

Ahrenshoop

Mitte des Monats ging es mit vollgepacktem und mit Frauchen, Frauchens Mama, Miele und mir vollbesetzen Auto los. Einen ersten Zwischenstopp machten wir in Werder an der Havel. Äußerst schnuckeliges Städtchen. Die Stimmung war durchaus schon urlaubsmäßig relaxed.

Unser Ziel sollte aber ein anderes sein, nämlich das Seebad Ahrenshoop an der Ostsee! Jaaaa, Wasser und Sand! Mein persönlicher Traumurlaub!
Frauchen hatte uns ein nettes Hotel besorgt, das Haus am Meer, was auch quasi direkt am Meer liegt, weil nur ein bisschen Wiese und die Dünen es vom schönen Ostseestrand trennen.
Idealerweise lag unser Zimmer im Erdgeschoss mit direktem Zugang zum Garten und kleiner Terrasse. Immerhin hatten wir ja den Miele dabei, der halt doch noch ein Baby ist, und scheinbar hatte Frauchen geahnt, dass sie sich auch zu nachtschlafenden Zeiten mit dem kleinen Pieselmann in die frische Ostseeluft begeben werden würde…. (Das kommt davon, wenn man Dosenpampe füttert…..)
Jedenfalls richteten wir uns in unserem Zimmer recht häuslich ein. Schnell war auch klar, wo Mieles und mein Lieblingsplatz sein würde:
Sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen, gehört halt auch zu einer unsere Lieblingsbeschäftigungen.

Aus mir unverständlichen Gründen hat man ja in solchen Orten wie Ahrenshoop, wo die Leute mit Vorliebe im Strandkorb sitzen und im Meer baden, weite Abschnitte für den Zutritt für uns Hunde gesperrt. Dabei finden wir Strand und Meer doch auch so toll! Und das gros meiner Kollegen ist doch auch eigentlich ganz freundlich und gut erzogen. Immerhin gibt es aber einige sogenannte „Hundestrände“, wie man auch einer kleinen Broschüre zum Thema „Hunde in Ahrenshoop“ entnehmen kann. Allerdings ist der Erholungswert dort auch gleich null, denn ersten sind sie natürlich nicht für den menschlichen Zutritt gesperrt und wer will schon ausschließlich neben einem Strandkorb angebunden sein?

Also hatten wir uns schnell darauf eingestellt, erst am Abend an den Strand zu gehen, vorzugsweise am nördlichen Ortsende, und dann für eine Weile weiter Richtung Norden zu laufen. Denn am Strand will ich flitzen, buddeln und schwimmen!!
Miele hat sich sehr schnell meinen Vorlieben angepasst. Braver Junge!
Tagsüber war dann also eher kein Strand angesagt, sondern Wanderungen in der näheren Umgebung oder Ausflüge mit dem Auto in benachbarte Orte auf den Halbinseln Fischland-Darß-Zingst. Nette Gegend insgesamt.

Besonders spannend war die Wanderung von Prerow aus durch den Darßer Urwald zum Leuchtturm „Darßer Ort“ und den Weststrand! Ein Strand wirklich ganz nach meinem Geschmack: rauhe, unberührte Natur, Wasser und SANDSANDSAND!
Ahrenshoop ist ja natürlich nicht nur bekannt für seine gute Meeresluft, sondern auch für seine zahlreichen Künstler, die dort gelebt und gearbeitet haben oder es noch tun. Malerei und Bildhauerei. Viel Keramik zum Benutzen oder bloß Anschauen.

Zu guter Letzt noch eine kleine Story am Rande, die ich allerdings nur gehört habe. Mir ist ein Rätsel, warum, aber mir ist diese Sache offensichtlich völlig entgangen.
Und zwar waren wir ja zu diesem Leuchtturm gewandert. Dort angekommen, mussten die Frauen sich mal erleichtern und wir warteten abwechselnd vor dem WC-Häuschen. Plötzlich bemerkte Frauchen neben einem ebenfalls dort geparkten Auto ein Tier. Ein Wildschwein! Es stand einfach da und guckte. Frauchens Mama meinte, das sei doch sicher ausgestopft. Da hat es geblinzelt!
Die dicke WC-Frau erklärte dann, das Schwein tauche dort täglich auf, manchmal noch in Begleitung einer ihre Jungen führenden Bache. Es sei sehr zutraulich und viele Besucher würden es füttern oder sogar anfassen! Wie konnte mir dieses Tier nur entgehen?! Unfassbar!
Selbst später, als wir im Hof des Turmes saßen und das Schweinderl vorwitzig über die Mauer lugte und einen Herrn beim Verspeisen seines Butterbrotes beobachtete, hab ich es nicht bemerkt….. Ich glaub, ich werde alt….

St. Peter-Ording

Zwei Wochen in St.Peter-Ording mit täglichen Wanderungen am unfassbar weiten Strand und Radtouren durch die Dünen – war das herrlich!
Wir – also Frauchen, Frauchens Mama und ich – wohnten im Dünenhotel Eulenhof, einer wirklich hundefreundlichen Unterkunft: auf dem Zimmer gab es einen Wassernapf und ein Begrüßungsleckerli sowie extra Handtücher, um mich nach dem Strandspaziergang abzutrocknen. Außerdem hatten sie draußen eine extra „Hundedusche“. Aber da ich kaltes Wasser aus einem Gartenschlauch wirklich grausam finde, konnte ich auf diese „Annehmlichkeit“ gut verzichten.
Frauchen fand das Hotel auch ganz nett. Das Frühstückbuffett soll extrem reichhaltig gewesen sein (was ich leider nie begutachten konnte, da ich in den Speiseraum nicht mit durfte), das Schwimmbad war wohl auch recht schön zu benutzen (konnte ich gut drauf verzichten – bäh, Chlor!) und nachmittags hat sie sich auf dem Zimmer immer ein Käffchen kochen können.
Allein die vielen Eulenfiguren, deren dominante Anwesenheit dem Hotel seinen Namen gibt, waren dann doch etwas gewöhnungsbedürftig….
Unser Urlaub bestand im Wesentlichen aus täglichen, stundenlangen Strandwanderungen. Am Anfang war es dabei so warm, dass ich quasi ständig im Wasser war. Zum Schluss wurde es dann kühl und windig. Hat meiner Begeisterung für Sand und Wasser aber eigentlich keinen Abbruch getan.
Den Weg zum Strand haben wir entweder zu Fuß oder aber mit dem Fahrrad zurück gelegt. Ich lauf ja nicht so gerne auf Asphalt, viel lieber saß ich da dann im Fahrradkorb. So hatte ich auch einen viel besseren Blick auf die Salzwiesen!

Neukloster See

Wir fuhren von Braunschweig aus über die B4 gen Norden, bogen bei Uelzen Richtung Lüchow-Dannenberg ab und überquerten die Elbe. Zur Mittagszeit machten wir in Ludwigslust Halt. Frauchens Papa sagte, der Aufenthalt dort hätte etwas mit Goethe zu tun…? —- Im „Restaurant de Weimar“ aßen wir, äh, ich meine natürlich meine Leute, zu Mittag!
Und weiter ging die Fahrt, bis wir in Nakenstorf, einem am Neukloster See gelegenen Mini-Örtchen (eigentlich bestand es fast nur aus Datschen) im Seehotel ankamen.
Der ehemalige Dreiseithof wurde vor einigen Jahren von zwei Architekten aus Berlin (Herrn und Frau Nalbach) gekauft und umgebaut. Nun gibt es neben dem Haupthaus mit Restaurant noch die sogenannte Kunstscheune, in der regelmäßig Austellungen, Konzerte und private Veranstaltungen stattfinden, und die Badescheune mit Schwimmbad, Sauna und Wellnessbereich. Übernachten können die Gäste entweder in den verschiedenen, in allen drei Gebäuden untergebrachten Zimmern oder in einem der drei kleinen Ferienhäuser. Das Gelände um die Gebäude ist riesig, mit eigenem Bootssteg, Strand, vielen lauschigen Ecken, alten Obstbäumen und Rasenflächen. Ideal zum Spielen! Besonders fasziniert war ich von den zutraulichen Katzen (denen ich NICHT Guten Tag sagen durfte!), den beiden Schafen (mit denen ich auch nicht nähere Bekanntschaft machen durfte) und den Hunden der Eigentümer (die waren super! zu gerne hätten wir die Wiese vor der Terrasse in eine Hundespielwiese verwandelt).
Wir bewohnten eines der Häuschen. Zu Anfang stand die Frage, wer wo schlafen sollte, wie ich es mitbekam, ging es darum, dass ich möglichst keine Gelegenheit bekommen sollte, andere Betten außer Frauchens‘ auf zu suchen…. Letztenendes nächtigte ich mit Frauchen auf der Schlafcouch im Wohnraum, Frauchens Papi auf der Galerie (die Leiter wäre ich eh nicht hoch bzw. runter gekommen) und Frauchens Mami und Hanna im Schlafraum.
An Frauchens Geburtstag machten wir einen Ausflug an die Ostsee, genauer auf die (Halb)Insel Poel. Und nach Wismar. Das Wetter war super: sonnig und warm, mit einer leichten Brise!
Am Sonntag war immer noch tolles Wetter, gerade zu ideal für eine Seeumrundung! Das war genial: entlang des Weges gab es immer wieder Stellen, wo ich eine kleines, erfrischendes Bad nehmen konnte. Zwischendurch besichtigten wir (ja genau, ich auch!) noch die Kirche in Neukloster. Und am Nachmittag ging es dann auch schon wieder nach Hause.

Advertisements